Friedrich Graf zu Dohna-Schlobitten

(04. März 1784, Schlobitten – 21. Februar 1859, Berlin)

Friedrich Karl Emil war der Sohn von Friedrich Alexander zu Dohna-Schlobitten (* 6. Juli 1741 in Königsberg; † 8. April 1810 auf Schloss Finckenstein) und dessen Ehefrau Luise Amalie Caroline, geborene Gräfin Finck von Finckenstein (* 23. Oktober 1746 in Osterode in Ostpreußen; † 23. Februar 1825 in Finckenstein). Sie war die Tochter von Friedrich Ludwig Finck von Finckenstein. Sein Vater war Obermarschall des Königreichs Preußen, Ritter des Johanniterordens sowie Herr auf Schlobitten und Prökelwitz.

Friedrich zu Dohna-Schlobitten wurde am 6. Oktober 1793 als Junker beim Husarenregiment „von Suter“ Nr. 5 der Preußischen Armee angestellt. Er kam dann am 23. März 1798 als Fähnrich zum Dragonerregiment „von Werther“ Nr. 6 und wurde hier am 7. Juni 1800 Sekondeleutnant. In der Zeit der preußischen Reformen war er ein Vertrauter des Generals Gerhard von Scharnhorst, dessen Tochter Julie (1788–1827) er in Finckenstein am 10. November 1809 heiratete. 1812 war er als Major des russischen Zaren am Zustandekommen der Konvention von Tauroggen verantwortlich und kommandierte in den Befreiungskriegen das 2. Husarenregiment der russisch-deutschen Legion. Mit dem Regiment kämpfte er während der Befreiungskriege 1813/15 bei Vellahn, Schlagsdorf, Klavensick, Rossy, Namur, St. Denis, La Villette, der Blockade von Rendsburg und Antwerpen sowie in den Schlachten bei Ligny und Belle-Alliance. Für seine Leistungen in der Schlacht bei Wavre wurde Dohna-Schlobitten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.

Nach Napoleons Niederwerfung kehrte er in preußische Dienste zurück und wurde am 29. März 1815 Kommandeur des 8. Ulanenregiments. Dieses führte er bis zu seiner Ernennung zum Kommandeur der 14. Kavallerie-Brigade am 3. April 1820. In dieser Stellung erfolgte dann am 30. März 1822 seine Beförderung zum Generalmajor. Als solcher wurde Dohna-Schlobitten am 30. März 1832 mit der Führung der 16. Division beauftragt und zwei Jahre später zum Divisionskommandeur ernannt. Weitere drei Jahre später folgte die Beförderung zum Generalleutnant.

1839 wurde er Kommandierender General des II. Armee-Korps in Stettin und 1842 Kommandierender General des I. Armee-Korps in Königsberg. Als solcher schlug er 1848/49 revolutionäre Unruhen rasch und entschlossen nieder. Ihm wurde bei seinem Abschied aus dem aktiven Dienst am 14. März 1854 der Charakter als Generalfeldmarschall verliehen. Außerdem erhielt er eine jährliche Pension von 3000 Talern. König Friedrich Wilhelm IV. berief ihn ferner als Oberstkämmerer an dessen Hof. Er ruht in der Grablege der Familie von Scharnhorst auf dem Invalidenfriedhof in Berlin.

(Quelle: Wikipedia)